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By Volker von Prittwitz (auth.), PD Dr. Volker von Prittwitz (eds.)

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Erziehungsberatung und Wandel der Familie: Probleme, Neuansätze und Entwicklungslinien

Zwischen 1989 und 1993 wurde am Deutschen Jugendinstitut in Koopera tion mit der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft fur Beratung und mit Forderung des Bundesministeriums fur Familie und Senioren ein For schungsprojekt durchgefuhrt, das sich mit der state of affairs der Erziehungsbera tungsstellen angesichts der Veranderungen familialer Lebenszusammenhan ge befasste.

Lebensverläufe von Frauen: Familiäre Ereignisse, Ausbildungs- und Erwerbsverhalten

Diese Arbeit ist im Rahmen des Teilprojekts 'LebensverHiufe und Wohlfahrtsentwicklung' (Leitung: Karl Ulrich Mayer) des Sonderforschungsbereichs three 'Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik' (Frankfurt/Mannheim) entstanden. Ich mochte sowohl dem Sonderforschungsbereich, nicht zuletzt den damaligen Sprechern Richard Hauser und Wolfgang Zapf, als auch dem Max-Planck-Institut fur Bildungsforschung meinen Dank dafur aussprechen, daf3 ich die Ressourcen und infrastrukturellen Moglichkeiten dieser beiden Institutionen nutzen konnte.

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Grundsätzlich haben analoge Kommunikationsformen besonders groBe Bedeutung für die Kommunikation auf der Beziehungsebene, digitale Kommunikationsformen dominieren dagegen in der sachlich-inhaltlichen und vor allem der reflektiven Kommunikation (Watzlawick et al. 1967; Delhees 1994: 17/18). Die allgemeine Ebenenstruktur sozialer Kommunikation läBt sich damit zusammengefaBt wie in Abbildung 1 darstellen. Verhandein im Beziehungsspektrum von Kommunikation 43 Abb. 1: Ein Ebenenmodell sozialer Kommunikation Reflexion zweiten bis n-ten Grades (digital) Reflexion ers ten Grades (digital) lnhaltliche Kommunikation lst-/Sollaussage/Erläuterung (überwiegend digital) Beziehungskommunikation SelbstzweckiBeziehungsausdrucki Beziehungsappell (überwiegend analog) Nach diesem Modell ist die Beziehungsebene für soziale Kommunikation grundlegend.

Zusammenfassung Die Politikanalyse im Bereich der Umweltpolitik muB neben der gestiegenen Bedeutung von Verhandlungsprozessen auch der wachsenden Bedeutung von Wissensproblemen in ihrem Untersuchungsfeld Rechnung tragen. Kognitive Probleme werden in modernen "Wissensgesellschaften" im Modus des Argumentierens bearbeitet und kommuniziert. Um den unterschiedlichen Stellenwert und die Wechselwirkungen von Argumentations- und Verhandlungsprozessen in konkreten umweltpolitischen Kontroversen analysieren zu können, ist zunächst einmal ei ne kategoriale Bestimmung dieser Unterscheidung nötig.

Wie unterscheiden sich Argumentieren und Verhandeln 33 bestimmung zu rücken. Wie werden die unterschiedlichen "claims", mit denen die Beteiligten in den KommunikationsprozeB eintreten, in dem jeweiligen Modus gepTÜft, urn zu einer Einigung zu gelangen? Auf welche Art und Weise versuchen die Beteiligten, etwaige Differenzen auszuräumen? Diese Fragen nach dem prozeBbestimmenden Modus der Kommunikation bilden den Bezugspunkt für die Unterscheidung von Argumentieren und Verhandeln. Vor diesem Hintergrund lassen sich zwar zentrale Elemente von EIsters Definition der Unterscheidung von arguing und bargaining (in modifizierter Form) aufnehmen, nicht aber seine einseitige Interpretation und Verwendung dieses Begriffspaares, die durch einen eingebauten bias zugunsten der Prämissen ei nes Rational Choice Approach zustandekommt.

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