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By Hans-Dieter Kübler

Mit den Schlagworten "Informations"- und/ oder "Wissensgesellschaft" wird der gegenwärtige gesellschaftliche Wandel belegt, der die modernen Industriegesellschaften vor allem durch die rasanten Entwicklungen der Informationstechnologien, die enorme enlargement der Medien und die so genannte Informatisierung aller Lebensbereiche umwälzt. info, so heißt es gemeinhin, wird zum Rohstoff wie zum Antriebsmotor dieser neuen Gesellschaftsform, die die einen schon erreicht sehen, mit deren Kennzeichnung sich andere noch schwer tun. Diese Einführung zeichnet die vielfältigen Diskurse und Planungen nach, die sowohl für die bundesdeutsche Gesellschaft als auch weltweit vorgebracht werden, prüft die angeführten empirischen Indikatoren und analytischen Explikationen, rekonstruiert soziologische Denktraditionen, wie sie etwa die Wissenssoziologie besitzt, entwirft eine eigene Wissenstypologie und zeigt kritisch sowohl empirische wie auch analytische Defizite und nur spekulative Zuschreibungen auf, die es bislang noch nicht erlauben, eine zutreffende, umfassende Diagnose oder gar eine konsistente Theorie über den gesellschaftlichen Wandel aufzustellen.

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Diese Arbeit ist im Rahmen des Teilprojekts 'LebensverHiufe und Wohlfahrtsentwicklung' (Leitung: Karl Ulrich Mayer) des Sonderforschungsbereichs three 'Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik' (Frankfurt/Mannheim) entstanden. Ich mochte sowohl dem Sonderforschungsbereich, nicht zuletzt den damaligen Sprechern Richard Hauser und Wolfgang Zapf, als auch dem Max-Planck-Institut fur Bildungsforschung meinen Dank dafur aussprechen, daf3 ich die Ressourcen und infrastrukturellen Moglichkeiten dieser beiden Institutionen nutzen konnte.

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Zwar kursieren immer wieder Prognosen über revolutionäre Veränderungen hin zu direkteren Interaktion wie „Touch Screens“, „Data Gloves“, 3-D-Brillen oder unmittelbarer Spracherkennung, aber sie bleiben bislang pionierhafte Randerscheinungen, so dass bis heute Tastatur, Maus und Monitore überwiegen, letztere immerhin in der LCDVersion, als Flachbildschirme und mit erheblich besserer Qualität. Neben der noch weiter wachsenden Vernetzung, in die auch andere TeleOptionen wie das Telefon, das Fax und weitere multimediale Formen des Datenaustausches einbezogen sind, zeichnen sich derzeit folgende Trends ab: 4 Zur Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien ƒ ƒ 51 der Trend zur mobilen Nutzung des Internet durch draht- und kabellose Übertragungen (Wireless Local Area Network), derzeit also per lokalen Funknetzen (Hot Spots und WLAN-Punkte), später auch per Satelliten und UMTS-Netze sowie mobile Laptops und Mini-Computer, wobei auf mittlere Sicht Notebooks, Laptops, Palmtops und Handys mindestens technisch verschmelzen können, um überall und jederzeit online und erreichbar sein zu können; wie sich dafür die Marktoptionen entwickeln, bleibt abzuwarten; der Trend zur Verschmelzung mit der Konsum-Industrie hinein in die private Nutzung: Nachdem Büros und Arbeitszimmer weitgehend computerisiert und vernetzt sind, dringen die digitalen Helfer in die Hobbyräume und Wohnzimmer ein: Digitale Fotografie, Film- und Videografie, elektronischer Videoschnitt, Videokonferenzen, Downloading von Musik- und Fernsehformaten, großformatige Flachbildschirme werden immer üblicher und modellieren den Computer vom Arbeitsgerät zum Unterhaltungsmedium um.

1945) sein Konzept der „Risikogesellschaft“ (1986; 1989; 1993) als Paradigma des Übergangs in „eine andere Moderne“ formuliert, in der wir „noch nicht leben“ (Beck 1986, 27). Im Gegensatz zur „Reichtumsverteilung“ und zu den Konflikten um gesellschaftliche Mängel in der Industriegesellschaft, wie sie sich in der Dichotomie zwischen Kapital und Arbeit, in den Klassenkämpfen und in der Verbreitung sozialer Ungleichheit niedergeschlagen haben, führen die „Überentwicklung der Produktivkräfte“, die „Zivilisationsverelendung“ und die Überflussproduktion zu systemimmanenten Risiken und Gefährdungslagen für Mensch und Natur, die „oft irreversibel“, „im Kern meist unsichtbar“ sind und 38 3 Aktuelle, signifikante Paradigmen des gesellschaftlichen Wandels Auswirkungen auf alle anderen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bereiche zeitigen (Beck 1986, 29ff).

Für eine wohl vorläufige „Charakteristika der ‚Mediengesellschaft’“ trägt der Zürcher Medienwissenschaftler O. Jarren (2001, 11) folgende Tendenzen zusammen: ƒ ƒ ƒ ƒ ƒ Die publizistischen Medien haben sich quantitativ und qualitativ immer mehr ausgebreitet. B. Zielgruppenzeitschriften, Spartenkanäle, Netzmedien. Die Vermittlungsleistung und -geschwindigkeit von Formationen durch Medien hat zugenommen. Die Medien durchdringen immer stärker und engmaschiger alle gesellschaftlichen Bereiche („Medialisierung“).

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