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By Edmund Runggaldier SJ, Benedikt Schick

Wer Meinungen vertritt, ohne sie zumindest ansatzweise begründen zu können, zieht sich schnell den Vorwurf der Irrationalität zu. Ein solcher Irrationalitätsverdacht stellt für den Glauben an Gott in mehrfacher Hinsicht eine besondere Herausforderung dar: Zum einen wird Gott ja als eine transzendente Realität verstanden, als eine Realität additionally, die kein Teil unserer empirisch erfahrbaren Welt ist. Darüber hinaus gab es, angefangen vom alttestamentlichen Bilderverbot bis heute, immer auch eine culture der negativen Theologie, in der die Einsicht bewahrt blieb, dass Gott größer ist, als alles menschliche Begreifen und Erklären erfassen kann. Und schließlich wird die Bedeutung der Gnade betont. Glauben kann guy nur, wenn es einem gnadenhaft geschenkt ist.
Sind Begründungen von Seiten des Menschen für die Annahme der Existenz Gottes damit schon theologisch ausgeschlossen? Und ist der Glaube damit notwendiger Weise arational, im Sinne von un-begründet?
In der Theologiegeschichte wurden auf diese Fragen sehr unterschiedliche Antworten erarbeitet. Mit der Frage nach der Rationalität des Glaubens standen dabei auch die Bedingungen und Möglichkeiten menschlicher Erkenntnis überhaupt zur Debatte.
Der Band versammelt Beiträge, in denen aus theologischen und philosophischen Perspektiven die angeschnittenen Fragen thematisiert werden.

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Da es seine Absicht ist, aufeinander folgende Tage seines Lebens aufzuzeichnen, ist der am wenigsten weit zurückliegende Tag, über den er berichten konnte, der Tag unmittelbar nach dem mindestens zwei Jahre zurückliegenden Tag. Dies ist so, weil es ein Jahr braucht, um einen Tag aufzuzeichnen, folglich muss er zwei Jahre haben, um zwei Tage aufzuzeichnen. Und gleichermaßen ergibt sich, wenn er drei Jahre lang ge_____________ 9 Anmerkung des Übersetzers: Für die Unterscheidung zwischen einer „tensed“ und einer „tenseless“ theory of time gibt es im deutschen keine Äquivalente, die Begriffe bleiben daher unübersetzt.

Dies‘ – den unbewegten Beweger – meinen alle, wenn sie den Begriff Gott verwenden, auch, so impliziert Thomas, der Götzendiener, wenn er denn richtig verstünde, was er da eigentlich meint, wenn er den Begriff ‚Gott‘ ausspricht. 4 Verifikation durch die Funktion des ‚Gottesbeweises‘ im Verlauf der Summe Der Gottesbeweis ist kein Beweis, sondern durch den Gedankenweg wird die Bedeutung des Begriffes ‚Gott‘ aufgeklärt durch die Einführung von etwas, das ein aliud dessen ist, das ihm gegenüber als Verursachtes oder Bewegtes zusammentritt und unter den Begriff ‚Welt‘ gefasst werden _____________ 24 Aber diese Differenz ergibt sich nur auf der Basis, dass beides als Ursache und Wirkung aufeinander bezogen ist; es geht in gleicher Weise um die ‚Erkenntnis Gottes vom Endlichen her‘ wie um seine Unterscheidung von ihm [dem Endlichen] – das gilt auch für die im Folgenden knapp skizzierte Lehre von der analogen Rede von Gott – vgl.

Dieser Inhalt der metaphysischen Gotteslehre ist zunächst im Herzen und im Sinn des Menschen als ‚gespürte‘ Wahrheit (Satz 3), als experientia, als Erfahrung gegenwärtig, und zwar bevor diese Erfahrung explizit in einer Gotteslehre zur Sprache findet (… sie erkennen ihn [den Satz] wieder …). 1 Der vorwissenschaftliche Grund des metaphysischen Gottesbegriffs Das impliziert eine Verhältnisbestimmung von wissenschaftlicher – metaphysischer oder theologischer – Theorie und religiöser Erfahrung; verallgemeinert: Ein tractatus de deo, explizite Rede von Gott, ist etwas Sekundäres; die explizite Rede von Gott weist zurück auf menschliche Erfahrung – das Gewissen, den Sinn des Menschen – heute würde man sagen: Auf die Selbsterfahrung, in der das, was das wissenschaftliche Konzept auf den Begriff bringt, ursprünglich erfahren wird.

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