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By Jochen Mayerl

Die Erklärung sozialen Verhaltens nimmt in den Sozialwissenschaften eine zentrale Stellung ein. Als wichtigste Erklärungsansätze gelten einerseits die Einstellungs-Verhaltens-Forschung mit der Unterscheidung eines spontanen und überlegten Informationsverarbeitungsmodus und andererseits Framing-Modelle im Kontext der modernen Rational selection Theorie.
In der Arbeit wird ein integratives Framing-Modell entwickelt und empirisch getestet, welches die theoretischen und empirischen Vorzüge von Einstellungs-Verhaltens-Modellen und der Rational selection Theorie nach Maßgabe höchst möglicher Kompatibilität vereint. Die entwickelten theoretischen Annahmen werden zudem einer survey-basierten empirisch-statistischen Überprüfung im Themenbereich des Spendenverhaltens unterzogen.

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Einzelnen Elementen dieser wie anderen Moderatorvariablen auch (vgl. 2) genuin an der Einbettung in einen klaren theoretischen Rahmen. Dem stärkebezogenen Konzept der Einstellungszugänglichkeit kann dabei eine Art Ausnahmerolle zugesprochen werden, da dieses zentraler Bestandteil des Modells spontanen Prozessierens nach Fazio ist, welches nachfolgend diskutiert wird. Fazios Anspruch ist dabei, einen integrativen theoretischen Rahmen zur Modellierung der Wirkweise von Moderatorvariablen der Einstellungs-Verhaltens-Relation zu liefern (Fazio 1986: 207).

Der Zusammenhang zwischen Einstellungsstärke und spontanem Prozessieren wird über das Konzept der Einstellungszugänglichkeit hergestellt. Diese Überlegungen münden in einer kritischen Auseinandersetzung mit Fazios Modell spontanen Prozessierens (Fazio 1986) (vgl. 2). 1 Einstellungsstärke Das Konstrukt der Einstellungsstärke wird in der sozialpsychologischen Einstellungsforschung spätestens seit den 1970er Jahren intensiv erforscht und gehört innerhalb des Moderatoransatzes mit zu den am meisten diskutierten Moderatoren der Einstellungs-Verhaltens-Relation.

Zu den operativen Maßen zählt Bassili erstens die Einstellungszugänglichkeit gemessen über Antwortreaktionszeit (je schneller eine Einstellung angegeben wird, desto „stärker“ ist diese, so die Korrespondenzannahme), zweitens die Extremität von Einstellungen operationalisiert über den Abstand zur Skalenmittelkategorie und drittens Ambivalenz gebildet aus positiven und negativen Bewertungen zum Einstellungsobjekt (vgl. 23 Probleme der Metaeinstellungsmaße sind dabei nach Bassili (1996a: 638ff) vor allem, dass sie erstens nicht im Gedächtnis repräsentiert und damit direkt abrufbar sind, was zur Folge hat, dass Metamaße ad hoc generiert werden und dadurch stärker von situativen Hinweisreizen beeinflusst bzw.

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