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By Mechtild Gomolla, Frank-Olaf Radtke

Die Erklärung für mangelnden Schulerfolg von Migrantenkindern wird in der öffentlichen Diskussion überwiegend in Defiziten der betroffenen Kinder, ihrer familiären Umwelt und "Kultur" gesucht. Der Ort seiner Herstellung, die Schule, bleibt, zumal in den Problembeschreibungen durch das Schulestablishment, außer Betracht. In diesem Buch wird ein Perspektivenwechsel vollzogen: Aus der Verschränkung von Theorieangeboten zur institutionellen Diskriminierung und zum Handeln in Organisationen wird ein neuer Ansatz zur Erklärung andauernder Ungleichheit und misslingender Integration entwickelt.

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Erziehungsberatung und Wandel der Familie: Probleme, Neuansätze und Entwicklungslinien

Zwischen 1989 und 1993 wurde am Deutschen Jugendinstitut in Koopera tion mit der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft fur Beratung und mit Forderung des Bundesministeriums fur Familie und Senioren ein For schungsprojekt durchgefuhrt, das sich mit der scenario der Erziehungsbera tungsstellen angesichts der Veranderungen familialer Lebenszusammenhan ge befasste.

Lebensverläufe von Frauen: Familiäre Ereignisse, Ausbildungs- und Erwerbsverhalten

Diese Arbeit ist im Rahmen des Teilprojekts 'LebensverHiufe und Wohlfahrtsentwicklung' (Leitung: Karl Ulrich Mayer) des Sonderforschungsbereichs three 'Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik' (Frankfurt/Mannheim) entstanden. Ich mochte sowohl dem Sonderforschungsbereich, nicht zuletzt den damaligen Sprechern Richard Hauser und Wolfgang Zapf, als auch dem Max-Planck-Institut fur Bildungsforschung meinen Dank dafur aussprechen, daf3 ich die Ressourcen und infrastrukturellen Moglichkeiten dieser beiden Institutionen nutzen konnte.

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Zentral für die neue Argumentationslinie ist die erstmals von Knowles und Prewitt (1969) getroffene Feststellung, daß individuelle rassistische Handlungen und rassistische Politiken ohne bewußte Bigotterie, also absichtslos entstehen können und von den Akteuren nach der "Tat" sowohl absichtsvoll als auch unwillentlich maskiert werden können. Rassismus operiert demzufolge durch Schlüsselinstitutionen, verstanden als organisierte soziale Arrangements, durch die soziale Güter und Dienste verteilt werden (PettmanniChambers 1986, S.

Diskriminierung sei mehr als eine Zugangsbarriere zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern ein Prozeß permanenter Verteidigung der Interessen bestimmter Gruppen auf Kosten anderer: "without the notion of privilege, the concept of discrimination is static; it just refers to blocked access. When you introduce the idea of privilege you have a much more dynamic relationship involved: one group is ,fat' because the other is ,scinny'" (WelIman in persönlicher Korrespondenz mit J. R. Feagin, zit. in Feagin/Booher Feagin 1978, S.

Cicourel und Kitsuse entwickelten ihre These, daß jugendliche Karrieren ein Produkt organisatorischer Tätigkeiten seien, bezogen auf Entscheidungen, die den Übergang des Schülers oder der Schülerin von einem schulischen Status zu einem anderen Status innerhalb des Systems zur Folge haben. Für das deutsche Schulsystem ist hier an Versetzungen von einer Klasse zur nächsten zu denken, aber auch an die Feststellung eines besonderen Förder- Zur Theorieentwicklung des Etikettierungsansatzes in den vergangenen Jahrzehnten vgl.

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