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By Karin Böllert, Nina Oelkers

Gegenwärtig ist ein enormer Aufschwung der Familienpolitik zu beobachten. Die Folgen des demographischen Wandels, die Notwendigkeit des Ausbaus von Kindertagesstätten, die Forderungen nach familienfreundlichen Bildungs- und Arbeitsbedingungen sind gleichermaßen Anlass für familienpolitische Debatten und die Etablierung entsprechender Initiativen und Angebote. Familie rückt dabei insgesamt stärker in das Zentrum des öffentlichen Interesses. Vergleichbares ist für den Bereich der Frauenpolitik nicht festzustellen. Geschlechterfragen werden stattdessen im Kontext der Thematisierung von Familie gleichsam mitbeantwortet. In dem Band werden aktuelle Tendenzen des familialen Wandels, der Familienpolitik und der Frauenpolitik analysiert und miteinander in Beziehung gesetzt. Im Fokus des Themenbandes steht das Verhältnis von Familien- und Frauenpolitik zwischen Konkurrenz, Autonomie oder Kooperation.

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Erziehungsberatung und Wandel der Familie: Probleme, Neuansätze und Entwicklungslinien

Zwischen 1989 und 1993 wurde am Deutschen Jugendinstitut in Koopera tion mit der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft fur Beratung und mit Forderung des Bundesministeriums fur Familie und Senioren ein For schungsprojekt durchgefuhrt, das sich mit der state of affairs der Erziehungsbera tungsstellen angesichts der Veranderungen familialer Lebenszusammenhan ge befasste.

Lebensverläufe von Frauen: Familiäre Ereignisse, Ausbildungs- und Erwerbsverhalten

Diese Arbeit ist im Rahmen des Teilprojekts 'LebensverHiufe und Wohlfahrtsentwicklung' (Leitung: Karl Ulrich Mayer) des Sonderforschungsbereichs three 'Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik' (Frankfurt/Mannheim) entstanden. Ich mochte sowohl dem Sonderforschungsbereich, nicht zuletzt den damaligen Sprechern Richard Hauser und Wolfgang Zapf, als auch dem Max-Planck-Institut fur Bildungsforschung meinen Dank dafur aussprechen, daf3 ich die Ressourcen und infrastrukturellen Moglichkeiten dieser beiden Institutionen nutzen konnte.

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Sozialpolitische Dimensionen als Leerstelle? Karin Jurczyk Einleitung Dass Familienpolitik entscheidend zur Konstruktion der Geschlechterverhältnisse beiträgt, wird seit mindestens 30 Jahren in der feministischen Forschung thematisiert (Jurczyk 1978). Im offiziellen politischen Diskurs wurde dieser Zusammenhang lange nicht explizit gemacht und auch nicht offensiv zur Politikgestaltung genutzt; implizit war jedoch das Leitbild von Normalfamilie und männlichem Ernährermodell von entscheidender Konstruktionskraft für die Familienpolitik der Bundesrepublik und damit auch der sozialen Positionierung der Geschlechter.

Die Gleichstellung der drei grundlegenden Ungleichheiten mit den „spielerischen“ Differenzierungen birgt die Gefahr eines Relativismus und einer Abwertung der grundlegend gesellschaftsstrukturierenden Ungleichheiten, so Klinger (Klinger 2003). Die Nivellierung von Ungleichheiten und Differenzen erzeugt damit immer wieder neue Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten. Dass sämtliche Ungleichheitsstrukturen und Benachteilungsdimensionen nicht mit ähnlichen, gleichgerichtet oder gar gleichen Politiken, Strategien und Programmen begegnet werden kann, lässt sich auch anhand von Debatten um Gerechtigkeitsfragen zeigen, was im vorliegenden Aufsatz aber nur kurz angedeutet werden kann.

Gegenüber einer Konzipierung als weiblich codierter sozialer Tätigkeit einerseits oder der Managerialisierung und aktivierungspädagogischen Neuausrichtung andererseits gilt es, Soziale Arbeit durch ihre Positionierung als sozialstaatlich-öffentlich zu gewährleistende Dienstleistung und professionalisierte Erbringerin sozialer Rechte zu stärken. Als wesentlicher, nicht privatisierbarer und nicht substituierbarer Teil der Wohlfahrtsproduktion bearbeitet Soziale Arbeit als Erbringerin öffentlicher, rechtlich kodifizierter Leistungen in Theorie und Praxis Ungleichheit, Diskriminierung und Benachteiligung, die sich u.

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