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By Renate Liebold (auth.)

Wie funktionieren weibliche Gemeinschaften? Welche Rolle spielt Geschlechtlichkeit für die kollektiven Selbstvorstellungen und -darstellungen sowie die Mikropolitiken, die diese weiblichen Gemeinschaften tragen? Diesen Fragen geht die vorliegende Untersuchung in einer wissenssoziologischen Perspektive nach. Gerade dann, wenn Frauen in Vereinen, Selbsthilfegruppen, Netzwerken oder exklusiven golf equipment „unter sich“ sind, spielt das Geschlechterverhältnis eine zentrale identitätsstiftende Rolle. In der vergleichenden Untersuchung zeigt sich, dass diese vergeschlechtlichten Ordnungsvorstellungen wesentlich durch das Herkunftsmilieu der Frauen mitbestimmt werden, etwa in shape eher pragmatischer Grenzziehungen bei den Arbeiterinnen und einfachen Angestellten, als zwar reflektierte gleichwohl aber fundamentale Identitätsunterstellung im akademischen Bildungsmilieu oder als elitäres Selbstverständnis bei den Club-Frauen, die das Milieu der gehobenen Gesellschaftsschicht repräsentieren. Damit wird deutlich, dass Deutungsrepertoires von Geschlecht auch über geschlechtsexklusive Räume kulturell festgeschrieben werden.

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Für das eigene Forschungsvorhaben stellte sich auf dieser Ebene der Interpretation die Frage, ob das Verständnis und die Erfahrungen im Hinblick auf Geschlecht und Geschlechtszugehörigkeit von den Frauen im Vollzug des Alltags gewonnen wurden – können sie also fraglos auf alltäglich geteilte Erfahrungen zurückgreifen oder sind ihre Ausführungen weniger erfahrungsgebunden und somit vielmehr auf einer ‚theoretischen‘ Ebene zu verorten? Die Frage danach, wie ein Thema oder eine Problemstellung verarbeitet wird, ist zunächst im fallinternen Vergleich herauszuarbeiten.

Hierzu werden von den Frauen externe Expertinnen geladen. Schließlich findet einmal im Jahr eine Versammlung der Gruppe auf Bundesebene statt. Hier werden Zielvereinbarungen diskutiert und das Netzwerk-Anliegen verhandelt. Die sechs Frauen des Netzwerkes, die an der Gruppendiskussion teilnehmen, sind zwischen Ende dreißig und Ende vierzig Jahre alt. Sie repräsentieren, so die Auskunft der Frauen, den Altersdurchschnitt der gesamten Gruppe. Fünf Frauen verfügen über akademische Abschlüsse im wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich.

1 Fallbeschreibung: Das berufsbezogene Frauennetzwerk Kontextinformationen zur Gruppe und Kontaktaufnahme Bei der Gruppe handelt es sich um die Regionalgruppe eines Frauen-Netzwerkes, das vereinsförmig organisiert ist und bundesweit agiert. , dass sich die Frauen gegenseitig in ihrer persönlichen und beruflichen Kompetenz fördern und ihre Kompetenzen öffentlich machen wollen. Die Regionalgruppe des Frauennetzwerkes besteht aus 15 Frauen, die sich in regelmäßigen Abständen treffen. Zum einen gibt es im Turnus von vier Wochen den Stammtisch zum „regelmäßigen Netzwerken“.

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