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By Christiane Perschke-Hartmann

Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen eines Forschungsprojektes, das am Forschungsschwerpunkt Sozialpolitik des Instituts, fUr Politische Wissenschaft der Universitiit Hannover, in der Zeit von Mai 1990 his April 1993 durchgeruhrt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefOr dert wurde. Urspriinglich erstreckte sich das Untersuchungsvorhaben lediglich auf das Gesundheits-Reformgesetz von 1988. Geplant conflict die examine des Po1itik formu1ierungs- und des Umsetzungsprozesses. Ais dann noch wiihrend der Untersuchungsphase unvorhergesehenerweise eine emeute Gesundheits reform entschieden und verahschiedet \'lurde, bot es sich an, das neue Reformpaket (Gesundheits-Strukturgesetz von 1992) miteinzubeziehen. Dies sprengte zwar den urspriinglich anvisierten Zeitplan. erwies sich jedoch rur das Forschungsvorhahen als sehr fruchtbar. Die hier vorliegende, uberwiegend empirische Arbeit ist nur ein T eil des gesamten Forschungs-Output. Angesichts der umfangreichen und sehr ge haltvollen Manuskripte erschien es sinnvol1, die Ergehnisse des gesamten Projektes in zwei eigenstandige Veroffentlichungen zu differenzieren. Da her sei an dieser Stelle auf den zweiten Band verwiesen, der Texte zu spe ziellen, die Empirie begleitenden und vertiefenden Fragestellungen enthiilt (vg1. Blanke 1994). Ein grol\er Teil der in diesem Band veroffentlichten Ergebnisse, vor nehmlich der politische EntscheidungsprozeB zum Gesundheits-Reformge setz von 1988, wurde a1s Dissertation eingereicht (vg1. Perschke-Hartmann 1993). Fur die vorliegende Veroffentlichung wurde der Bereich uberarbeitet und urn einige Teile erweitert. Die Studie zum Imp1ementationsprozefi des Gesundheits-Reformgesetzes (GRG) entstand in gemeinsamer Arbeit mit Thomas Lauer-Kirschbaum, Friedbert W. Riib und Frank Seiffert. Angelegt conflict die Arbeit als eine induktive Studie, was once dem vorliegendem textual content vielleicht nicht mehr unhedingt zu entnehmen ist. Bei einer derartigen Vorgehensweise sind Unvorsehbarkeiten gewissermal\en vorprogrammiert.

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Zwischen 1989 und 1993 wurde am Deutschen Jugendinstitut in Koopera tion mit der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft fur Beratung und mit Forderung des Bundesministeriums fur Familie und Senioren ein For schungsprojekt durchgefuhrt, das sich mit der state of affairs der Erziehungsbera tungsstellen angesichts der Veranderungen familialer Lebenszusammenhan ge befasste.

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48/1985, 3582 und 13/1986, 860). 11 In der urspriinglichen Besetzung repriisentierten die Mitglieder folgende Interessen: Arnold vertrat die Bundesiirztekammer, Pfaff die Gewerkschaften und Krankenkassen, ZOllner ebenfalls die Gewerkschaften, Krankenkassen und das BMAS, Scheurlen die FDP, Helmich (naeh dem Tod von Liith) die Allgemeinmediziner, Schwartz die Krankenkassen und Kasseniirztlichen Vereinigungen, wiihrend Henkes Zugehorigkeit unbekannt ist. DaB es den Zahniirzten nicht gelang, ihnen genehme Sachverstiindige einzuschleusen, hatte ein Nachspiel dergestalt, daB die Zahniirzte auf der Herbstsitzung der KAiG 1985 aus Veriirgerung unter anderem iiber diesen Sachverhalt ihre Mitarbeit auf dieser Sitzung verweigerten.

12 Die Zehn Grundsiitze trafen bei den Teilnehmem der KAiG auf keine gro6en Sympathien und wurden in einer gemeinsamen Resolution auf der Herbstsitzung der KAiG 1985 als nieht ausgewogen abgelehnt. Vor der Sit10 Eine Ansicht, die nach einer gemeinsamen Erkliirung zu urteilen von Zahniirz- ten, Apothekem, der pharmazeuti~phen Industrie sowie den Krankenhaustriigem geteilt wurde (vgl. Deutsches Arztebl. 48/1985, 3582 und 13/1986, 860). 11 In der urspriinglichen Besetzung repriisentierten die Mitglieder folgende Interessen: Arnold vertrat die Bundesiirztekammer, Pfaff die Gewerkschaften und Krankenkassen, ZOllner ebenfalls die Gewerkschaften, Krankenkassen und das BMAS, Scheurlen die FDP, Helmich (naeh dem Tod von Liith) die Allgemeinmediziner, Schwartz die Krankenkassen und Kasseniirztlichen Vereinigungen, wiihrend Henkes Zugehorigkeit unbekannt ist.

Diese Diskrepanz ist eine Komponente, die das Aushandeln zwischen Arzt und Patient erforderlich macht. Dagegen ist es denkbar, daB in anderen Kulturen, in denen eine die Gesellschaft umfassende und integrierende Weltanschauung gegeben ist (Kulturen mit magischen Weltbildem), die aIle Bereiche des Lebens bestimmt und eben auch die Definition von Krankheit, die Zustiinde gesundlkrank weniger kontriir, als vielmehr ubereinstimmend im Sinne von "problem-solving" auszuhandeln sind. 27 In GroBbritannien beispielsweise wird Allgemeiniirzten ein Gehalt auf der Basis von Kopfpauschalen zugesprochen.

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