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By Andreas Heinz

Die dopaminerge Neurotransmission ist von zentraler Bedeutung für die Regulierung motivierter Verhaltensweisen beim Menschen und wird durch so elementare Reize wie Nahrungsaufnahme und Sexualität angesprochen. Unterschiedliche Störungen der dopaminergen Transmission wurden bei der Schizophrenie, den Abhängigkeitserkrankungen und den extrapyramidalmotorischen Erkrankungen beschrieben. Gemeinsam ist diesen Theorien die Annahme, dass die dopaminerge Funktionsstörung entweder das Erleben lustvoller Erfahrungen oder die Erwartung anstehender Belohnungen und damit die Motivation zu zielgerichteten Verhaltensweisen beeinträchtigt. Im vorliegenden Band werden die jeweiligen Annahmen über eine dopaminerge Funktionsstörung bei Patienten mit Schizophrenie, Alkoholabhängigkeit und extrapyramidalmotorischen Erkrankungen diskutiert und in Bezug zu eigenen Befunden gesetzt.

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Zwischen 1989 und 1993 wurde am Deutschen Jugendinstitut in Koopera tion mit der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft fur Beratung und mit Forderung des Bundesministeriums fur Familie und Senioren ein For schungsprojekt durchgefuhrt, das sich mit der state of affairs der Erziehungsbera tungsstellen angesichts der Veranderungen familialer Lebenszusammenhan ge befasste.

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Diese Arbeit ist im Rahmen des Teilprojekts 'LebensverHiufe und Wohlfahrtsentwicklung' (Leitung: Karl Ulrich Mayer) des Sonderforschungsbereichs three 'Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik' (Frankfurt/Mannheim) entstanden. Ich mochte sowohl dem Sonderforschungsbereich, nicht zuletzt den damaligen Sprechern Richard Hauser und Wolfgang Zapf, als auch dem Max-Planck-Institut fur Bildungsforschung meinen Dank dafur aussprechen, daf3 ich die Ressourcen und infrastrukturellen Moglichkeiten dieser beiden Institutionen nutzen konnte.

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Einen indirekten Hinweis darauf, dass diese Interpretation zutriffi, konnten wir aus der Interaktion der Persönlichkeitsscores mit der Trinkmenge in den sechs Monaten vor Detoxikation gewinnen. 64). , 1996a). Diese Beobachtung ergibt auch einen Hinweis darauf, wie Ängstlichkeit, Trinkmenge und die Sensitivität der zentralen Dopam inrezeptoren miteinander in Verbindung stehen könnten. , I 996a). In unserer Untersuchung fanden sich also Hinwe ise darauf, dass die Stimmungslage über die Beeinflussung des Trinkverhaltens auf die Sensitivität zentraler Dopaminrezeptoren zurtlckwirkt.

Die Aktivität der G-Proteine wird zudem nicht nur durch die Sensitivität postsynaptischer Dopaminrezeptoren bee influßt, sondern auch über andere Rezeptortypen beeinflußt. So kann die vielfältige Interaktion von Suchtsloffen mit G-Proteinen und nachfolgenden "Second messenger" Mechanismen zur Aktivierung von Transkriptionsfaktoren wie CREB ("cAMP response element binding protein") und Fos filbren , die wiederum die Expression verschiedener Gene und damit zum Beispiel auch die Produktion der G-Proteine selbst regulieren (Nestler, 1994; Nestler und Aghajanian, 1997).

Bei spälerer Testung nach dreimonatiger Abstinenz war dieser Unterschied statistisch nicht mehr signifikant (Finckh et al. , 1997). , I995a; 1995b) möglicherweise bei einem bestimmten Genotyp des DRD2 besonders ausgeprägt ist. Dies wäre ein klassisches Beispiel rur eine Gen-Umwelt-Interaklion: Eine reduzierte Sensitivität des DRD2 findet sich demnach in Folge chronischen Alkoholkonsums zum Zeitpunkt der frühen Abstinenz, nicht jedoch nach längerfristiger Abstinenz. Träger eines bestimmten Allels des DRD2 Exon 8 weisen dann eine höhere Vulnerabi lität gegenüber chronischem Alkoholkonsum auf, die sich als verzögerte Restitution der Sensitivität der 0 2 Rezeptoren manifestiert.

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